Hubsäule selber bauen
14. Januar 2022
Sascha Rissel
Wenn Sie eine Hubsäule selber bauen möchten, können Sie hier Informationen für den Selbstbau einer Hubsäule finden. Im Do-It-Your-Self (DIY) Bau können Sie von unserem Know-how profitieren.
Hubsäulen Eigenbau und benötigtes Material
Als Material empfehlen wir beim Selbstbau einer Hubsäule auf jeden Fall Stahlrohr oder Vierkantstahlprofil. Eloxiertes-Aluminiumprofil ist viel zu teuer. Sie müssen darauf achten, dass die Rohre für die Hubsäule ineinander passen. Wichtig ist, dass zwischen den Rohren noch etwas Abstand ist, um Gleitsteine (gleitende Abstandshalter) dazwischen zu bekommen. Dimensionieren Sie das Profil so, dass Sie genügend Innenraum haben, um den Elektromotor und die Gewindespindel darin unterzubringen.
Elektromotor für Selbstbau Hubsäule
Verwenden Sie einen Getriebemotor mit ausreichend Kraft, um Ihre Profilrohre und die zu bewegende Last anheben zu können. Achten Sie auch auf die Drehzahl des Antriebs. Wenn der Getriebemotor etwas zu schnell dreht, können Sie diesen mit einem Potentiometer, oder mit einem einstellbaren Schaltnetzteil pitchen. Dadurch können Sie die Drehzahl und die Fahrgeschwindigkeit einstellen.
Spindel für Eigenbau Hubantrieb
Nachdem Sie die Außenrohre / Säulen und den Antrieb ausgesucht haben, müssen Sie eine Spindel mit der passenden Steigung finden. Die Spindelsteigung ist wichtig, um die Kraft und die Geschwindigkeit des Hubantriebes zu definieren. Hierbei gilt: je steiler die Spindelsteigung, desto schneller der Antrieb und umso weniger Kraft hat dieser. Je flacher die Spindelsteigung, desto langsamer und kraftvoller ist der Antrieb. Definieren Sie den Durchmesser der Spindel korrekt, da ansonsten die Spindel bei Überlastung durch zu hohes Lastgewicht, verbiegen kann. Wenn die Spindel verbogen ist, dann "eiert" der Elektromotor innerhalb der Profile hin und her und im schlimmsten Fall kann die Spindel aus dem Getriebe ausbrechen.
Stromversorgung
Je nach benötigter Motorspannung, können Sie die Stromversorgung auf 12V, oder 24V auslegen. Für 12V-24V benötigen Sie ein Netzteil oder Schaltnetzteil, welches die benötigte Spannung ausgibt.
Ansteuerung und Bedienung
Die selbstgebaute Hubsäule können Sie beispielsweise mit einer Funkfernsteuerung, oder mit einem kabelgebundenen Handschalter bedienen und ansteuern. Wenn Sie richtig pfiffig sind, schließen Sie Ihre Hubsäule an eine KNX Raumsteuerung an, oder programmieren sogar eine Anwender APP.
Betriebssicherheit Hubsäule DIY (do-it-yourself)
Wenn Sie Wert auf Betriebssicherheit legen, dann sollten Sie auf jeden Fall Ihre selbstgebaute DIY Hubsäule von einem Elektronikfachbetrieb überprüfen lassen. Dadurch können Sie sicher sein, dass Sie die DIY Hubsäule nach DIN-EN Normen betreiben oder nicht. Bedenken Sie immer: als Betreiber der selbstgebauten Anlage, sind Sie in der Haftung für Personen- oder Sachschäden.
Wichtige Information für selbstgebaute Hubsäulen
Daher empfehlen wir Ihnen: bauen Sie eine Hubsäule nur selbst, wenn Sie genau wissen was Sie machen und einschlägige Kenntnisse im Bau, oder Fertigung im mechanischen und elektrotechnischen Bereich haben. Bevor Ihnen noch etwas um die Ohren fliegt, empfehlen wir Ihnen eine Hubsäule zu erwerben, welche vom Fachmann bzw. vom Hersteller selbstgebaut worden und getestet, sowie CE zertifiziert ist.
Sie haben dann auch die Werksgarantie und bewegen sich auf betriebssicherem Boden. Ebenfalls müssen Sie dann auch keine APP Steuerung programmieren, da bei Linak zum Beispiel, die APP Steuerung schon fertig zum Download im iTunes oder Playstore bereitsteht.
Preise und Kosten
Hubsäulen haben heutzutage ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher lohnt sich der Aufwand, eine Hubsäule selber zu bauen wirtschaftlich keineswegs. Bei LinearDirect, können Sie fertige Hubsäulen und Hubsäulen-Sets kaufen. Fertig zum Betrieb, mit allem, was dazugehört. Sie müssen nur noch die Motorkabel und das Netzkabel anschließen und es kann direkt losgehen.